Batteriespeicher erklärt
Batteriespeicher erklärt

Batteriespeicher erklärt

Ein Batteriespeicher nimmt Solarstrom auf, der gerade nicht direkt im Gebäude verbraucht wird. Später kann dieser Strom wieder genutzt werden, zum Beispiel am Abend, in der Nacht oder bei höherem Verbrauch.
Der Speicher erhöht nicht die Stromproduktion der PV-Anlage. Er verschiebt nur die Nutzung des erzeugten Stroms auf einen späteren Zeitpunkt.
Ob ein Batteriespeicher sinnvoll ist, hängt vom Verbrauchsverhalten, der PV-Leistung, den Verbrauchszeiten und den gewünschten Funktionen ab.

kWh und kW beim Speicher – was ist der Unterschied?

Bei Batteriespeichern sind zwei Werte besonders wichtig: Kapazität und Leistung.

kWh – die Speicherkapazität

Die Kapazität wird in Kilowattstunden angegeben. Sie beschreibt, wie viel Energie gespeichert werden kann.
Beispiel:
Ein Speicher mit 10 kWh kann theoretisch mehr Energie aufnehmen als ein Speicher mit 5 kWh.

kW – die Lade- und Entladeleistung

Die Leistung wird in Kilowatt angegeben. Sie beschreibt, wie schnell der Speicher geladen oder entladen werden kann.
Beispiel:
Ein Speicher mit hoher Kapazität, aber geringer Entladeleistung kann lange Energie bereitstellen, aber nicht unbedingt viele große Verbraucher gleichzeitig versorgen.
Beide Werte sind wichtig. Ein Speicher ist nicht automatisch besser, nur weil er eine große Kapazität hat.

AC-gekoppelte und DC-gekoppelte Speicher

Batteriespeicher können unterschiedlich eingebunden werden.

DC-gekoppelter Speicher

Bei einem DC-gekoppelten System wird der Speicher auf der Gleichstromseite der PV-Anlage eingebunden, meist über einen Hybrid-Wechselrichter.
Das ist häufig bei neuen Anlagen sinnvoll, wenn Speicher und Wechselrichter direkt zusammen geplant werden.

AC-gekoppelter Speicher

Ein AC-gekoppelter Speicher wird auf der Wechselstromseite eingebunden. Das kann besonders bei bestehenden Photovoltaikanlagen interessant sein, wenn ein Speicher nachgerüstet werden soll.
Welche Lösung besser passt, hängt vom vorhandenen System und vom Ziel der Nachrüstung ab.

Worauf sollte man beim Batteriespeicher achten?

Wichtige Punkte sind:

  • nutzbare Speicherkapazität,
  • Lade- und Entladeleistung,
  • Kompatibilität mit Wechselrichter und PV-Anlage,
  • Not- oder Ersatzstromfähigkeit,
  • Garantiebedingungen,
  • Batterietechnologie,
  • Aufstellort,
  • Temperaturbereich,
  • Kommunikationsschnittstellen,
  • Möglichkeit zur späteren Erweiterung,
  • Verhalten bei Stromausfall,
  • gegebenenfalls Anforderungen nach § 14a EnWG bei netzwirksamem Strombezug und die Einbindung in das Energiemanagement

 

Ein Speicher sollte nicht nur nach kWh ausgewählt werden. Entscheidend ist, ob er zum gesamten Energiesystem passt.

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Häufige Fragen zu Photovoltaik in Neuss

Kann eine bestehende PV-Anlage erweitert werden?

Oft ja, aber nicht pauschal. Wir prüfen Wechselrichter, Dachfläche, Zählerschrank, Netzanschluss und Messkonzept, bevor eine Erweiterung geplant wird.

Nein. Ein Speicher kann sinnvoll sein, ist aber nicht automatisch erforderlich. Entscheidend sind Verbrauch, Verbrauchszeiten und das gewünschte System.

Ja, je nach Zustand und vorhandener Technik. Möglich sind zum Beispiel Wechselrichtertausch, Speicher-Nachrüstung, Erweiterung oder neue Anlagenüberwachung.

Ja. Die notwendigen Anmeldeschritte beim Netzbetreiber werden im Projekt berücksichtigt.

Ja. Der Zählerschrank ist ein wichtiger Teil des Systems und wird bei der Planung berücksichtigt.